Begegnungswochenende der „Jüngeren Generation“
Von Johannes Pickel
Vom 31. Juli bis zum 3. August lud das Jugendreferat des DKBW zu einem nationalen Begegnungswochenende der „Jüngeren Generation“ nach Magdeburg ins Roncalli-Haus ein. Hier trafen sich 15 Teilnehmende aus unterschiedlichsten Regionen von Deutschland.
Im kulturellen Teil des Wochenendes besuchte die Gruppe gemeinsam den Magdeburger Dom. Zu Beginn unserer Führung erhielt jeder ein paar Handschuhe, und im Laufe der Besichtigung wurde uns klar, warum dies nötig war. Wir durften Säulen und Skulpturen aus Sandstein berühren, die sonst für Besucher tabu sind, da Sandstein ein weicher empfindlicher Baustoff ist. Ein Höhepunkt dabei war der Gang zur Säule der Kanzel, sie ist für Besucher eigentlich durch ein Absperrgitter geschützt. Für unsere Gruppe wurde es geöffnet. Interessant war ebenfalls, dass sich die Glocken des Domes momentan im Dom befinden und nicht im Turm, hier durfte einer unserer Teilnehmer mit einem Hammer eine Glocke anschlagen, und wir anderen konnten dann an der Glocke fühlen, wie lang der Ton nicht nur hörbar, sondern auch spürbar war.
Die Grabstätte von Kaiser Otto erlebten wir nur als abgesperrte Baustelle, hatten aber die Gelegenheit, viel darüber und weit darüber hinaus im „Ottoaneum“ zu erfahren, welches wir nach einem leckeren Mittagessen im „Domkönig“ besuchten. So galt unser Besuch in Magdeburg dem Kaiser und dem König.
Die Stadt bietet noch mehr, und so gab es einige von uns, die in der Telemann-Stadt ihren Ohren Musikangebote zu Gemüte führten. Hier war es nicht Telemann, aber für jeden Geschmack war etwas dabei. Am Samstagabend machte sich die Hälfte der Gruppe auf, um Musik an der Elbe zu genießen. Gerechnet hatten wir mit unterschiedlichen Musikrichtungen, aber die Klänge blieben doch mehr im aktuellen Musikbereich mit Festivalcharakter. Auf dem Heimweg wurde die Gruppe dann von einem Feuerwerk am Elbufer begleitet, dies konnten unsere anderen Teilnehmer von der Dachterrasse des Roncalli-Hauses sehen, und so gab es eine Verbindung der ganzen Gruppe. Am Sonntagnachmittag erklang im Dom dann eine ganz andere Musikrichtung. Hier stand ein Improvisationskonzert von Orgel, Xylophon und Saxophon auf dem Programm. Erstaunlich, wie diese Instrumente zusammenklangen. Die Ohren kamen durch Solostücke zusätzlich auf ihre Kosten, und der Organist zeigte uns durch das Spielen aller Register, was in der Domorgel steckt.
Außerhalb der guten Versorgung im Roncalli-Haus und im Domkönig nutzte so mancher die Gelegenheit an den warmen Tagen, die Eissorten im Café auszuprobieren, so fand man z. B. die Sorte „Aperol“, eine sehr beliebte Sorte in diesem Sommer in Magdeburg.
Neben dem Wissen hatte sich also so manche Kalorie auf die Hüften gesetzt; damit dies nicht zu viel wurde, gab es am Sonntagabend einen Kegelabend, bei dem so mancher Schweißtropfen floss und manch Kalorie den Rückzug antreten musste.
Zeit für Begegnung und Austausch gab es zur Genüge in diesen Tagen. Austausch nicht im Sinne „ich gebe Dir, und Du gibst mir!“ Eher stand das Teilen des Lebens und Glaubens im Vordergrund. Eine gefüllte Pause im Alltag der Einzelnen, eingebettet in eine Andacht zu Beginn, einem Gemeindegottesdienst am Sonntag in der Magdeburger Kathedrale „St. Sebastian“ und einem Reisesegen zum Abschluss.
Das Begegnungswochenende der „Jüngeren Generation“ wurde Dank mancher Begleitperson zum „Generationentreff“, den alle Teilnehmer genossen (21 Jahre bis 77 Jahre).