Arbeitsgemeinschaft der katholischen Blindenvereinigungen
im deutschen Sprachraum

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Am Anfang war das Wort

Kommunikation in einer herausfordernden Zeit

Von Monika Schuster

„Am Anfang war das Wort“ war das Thema der diesjährigen Internationalen Begegnungswoche für Personen mittleren Alters, vom 01. bis 08.08. in Visp in der Schweiz. Doch nein, nicht nur am Anfang, das Wort hat uns durch die ganze Woche begleitet.

  • Das Wort, das unsere Mitmenschen nicht verletzen soll: In einer Einheit über gewaltfreie Kommunikation. So wurden wir zu Giraffen mit einem großen Herzen und weitem Überblick.
     
  • Das Wort, das immer von Gefühlen geprägt ist: An einem interessanten Vormittag erfuhren wir, was unter limbischer Sprache zu verstehen ist. 
     
  • Das Wort Gottes in seiner Vielschichtigkeit:  Prof. Dr. Markus Lau (seit 2025 Professor für Neutestamentliche Exegese an der JMU Würzburg) hielt uns einen sehr spannenden und inspirierenden Vortrag über Bibelübersetzungen.
     
  • Das Wort, dem man vielleicht gar nicht glauben sollte: In der Aufzeichnung einer Fernsehsendung ging es um Medien und Fake News. 
     
  • Das Wort, das uns durch einen Abschnitt unseres Lebens begleitet hat: Wir stellten einander unsere Lieblingsbücher vor.
     
  • Das Wort, das die Fantasie beflügelt: Aus jeweils fünf Reizwörtern schrieben wir kurze Geschichten. Faszinierend, welch unterschiedliche und lustige Ergebnisse dabei herauskamen.
     
  • Das geistliche Wort: Eingerahmt wurde die Woche von zwei tiefgehenden Gottesdiensten, der Hl. Messe in der Pfarrkirche St. Martin und unserem Abschlussgottesdienst in der Gruppe.
     
  • Das Wort, das uns als Gemeinschaft „alter Hasen“ und herzlich aufgenommener Neulinge verbindet: Es gab viel Zeit für Austausch und Gespräche. 

Sie, liebe Leserinnen und Leser, merken schon, wie vielseitig das Thema unsere Woche prägte. Doch neben dem Wort hatte auch die Tat einen wesentlichen Stellenwert. Zwei sehr schöne Ausflüge führten uns in den französischen Teil des Wallis. Besonders eindrucksvoll war die Bootsfahrt auf einem unterirdischen See in Saint Léonard. Er liegt in einer großen Höhle, in der es konstant 15 Grad hat – wie angenehm bei der Hitze. In der Grotte herrscht durch die völlige Stille eine fast verzauberte Atmosphäre.

Auf einem Tagesausflug besuchten wir zunächst das Musée du Son in Martigny. Dort wird eine Vielzahl historischer Tonträger (Grammofone, Tonbandgeräte und Radioapparate) gezeigt. Neben der detaillierten Erklärung der Funktionsweise erfreuten wir uns besonders an einigen Musikaufnahmen aus vergangener Zeit. Den Nachmittag verbrachten wir in der Abtei St. Maurice, wo uns Chorherr Cyrille einen fundierten Einblick in die Geschichte des Stifts verschaffte.

Im Hotel St. Jodern waren wir bestens aufgehoben. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, die Küche ist hervorragend, und die Zimmer sind zweckmäßig und gemütlich eingerichtet. Die warmen Sommerabende konnten wir im Freien bei guten Gesprächen genießen.

Noch ganz erfüllt von den Eindrücken der Woche schreibe ich diesen Bericht und möchte mich sehr herzlich beim Schweizer Vorbereitungsteam und bei der CAB bedanken, die die Begegnungswoche großzügig bezuschusste. 

Zeitenwende

Von Friedrich Wittenberger

Anmerkung der Redaktion:

Während der „Midlife“-Woche wurde eine Aufgabe gestellt (s. o.), eine Geschichte zu schreiben unter Berücksichtigung folgender Wörter: KI-Ära, Strommangellage, Monsterbanken, Zeitenwende und Begegnungswoche.

Computer Logbuch Nr. 1 der Internationalen Begegnungswoche, Visp, Schweiz, Sternzeit, 07082026.
Captain Gruber.

Nach dem Beginn der KI-Ära sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aufgebrochen, um neue Welten zu entdecken, neues Leben und neue Zivilisation. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Commander Appelhans hat Gruber die Leitung übernommen.

Und trotz des ungeteilten Machtanspruchs der Monsterbanken ist es doch gelungen, die Finanzierung der Begegnungswoche zu sichern. Der Druck von außen stärkt den Zusammenhalt im Innern. Diese Truppe hält zusammen, ist eine starke Gemeinschaft. Mit Zuversicht, mit Gottvertrauen und mit christlicher Hoffnung.

Hitze und Trockenheit und eine drohende Strommangellage schrecken da niemanden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind mutig und stark. Diese Gemeinschaft kann man nicht kaufen.

Und alle hoffen, dass die neu dazu gestoßenen Erdlinge in der Gruppe verbleiben und sich im nächsten Jahr wieder dort besammeln.